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Gesundheit


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Dr. Nedley über die Ernährungstherapie gegen Depressionen und vieles mehr!


Kommentar zum Zeitpunkt 1:06: Die Empfehlung, den Blutzucker 1 Stunde nach der Mahlzeit zu messen, ist zu früh. Die Messung sollte 2 Stunden nach der Mahlzeit erfolgen.

Meine Empfehlung für die zusätzliche Versorgung mit den B-Vitaminen (B-Komplex inkl. Folsäure und Vitamin B12): B-100. Zur Prävention von Vitamin D-Mangel, der ebenfalls zu Depressionen führen kann, empfehle ich das flüssige Vitamin D. Dies sind keine ärztlichen Empfehlungen, sie ersetzen keineswegs den ärztlichen Rat und stehen in keinem Bezug zu den auf dieser Seite dargestellten gesundheitlichen und wissenschaftlichen Informationen. Das sind meine Vorschläge zur Nahrungsergänzung für gesunde Erwachsene. Befragen Sie bitte Ihren Arzt vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel.


Prof. Dr. Michaela Döll über die Bedeutung von subklinischen Entzündungsprozessen (z.B. Zeitpunkt 7:00: Mitochondriopathien wie Autismus) und Möglichkeiten der Ernährung dagegen.


Meine Empfehlung für die zusätzliche Versorgung mit den Polyphenolen: Resveratrol, Curcumin und OPC. Dies sind keine ärztlichen Empfehlungen, sie ersetzen keineswegs den ärztlichen Rat und stehen in keinem Bezug zu den auf dieser Seite dargestellten gesundheitlichen und wissenschaftlichen Informationen. Das sind meine Vorschläge zur Nahrungsergänzung für gesunde Erwachsene. Befragen Sie bitte Ihren Arzt vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel.


Brokkoli, Kapuzinerkresse, Kohl und andere Kreuzblütler-Gemüse gegen Diabetes

Untersuchungen des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) haben, gezeigt, dass Senfölglykoside gegen Diabetes hilfreich sein könnten. Sie kommen in der Kapuzinerkresse und anderen Kreuzblütlern wie Senf, Brokkoli, Radieschen, Meerrettich, Gartenkresse und Pak Choi (chinesischem Senfkohl) vor. (Eine Ausnahme bildet der weiße Senf, der sich nicht durch einen hohen Senföl-Anteil auszeichnet https://books.google.de/books?id=rQ37-0fDJm0C&pg=PA241&lpg=PA241&dq=Oxazolidin-2-thione+in+Kohl&source=bl&ots=7XD6Z_d7aw&sig=JTT0DIwqsTmqAbZ7urg6X2ea2sc&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjT-t6rj4fXAhVDAsAKHRAsDY0Q6AEIQjAI#v=onepage&q=Oxazolidin-2-thione%20in%20Kohl&f=false.)

Senfölglykoside erhöhen die Insulinempfindlichkeit des Körpers - indirekt durch die Förderung des körpereigenen „FOXO-Systems“, welches den oxidativen Stress verringert. (Sollte der oxidative Stress entstehen, eine Fastenperiode eintreten oder einfach zu wenig Insulin da sein, dann schaltet sich normalerweise das FOXO-System ein, um vor oxidativem Stress zu schützen und die Insulinempfindlichkeit des Körpers zu erhöhen. Diese Schutzfunktion des FOXO-Systems ist beim metabolischen Syndrom gestört.) Zusätzlich bewirken Senföle, dass die Leber nicht mehr so viel Glukose in die Blutbahn freisetzt, so dass der Blutzucker sinkt http://www.dife.de/presse/pressemitteilungen/?id=1377

Beide Wirkungen helfen dem Körper Insulin einfach zu „sparen“, was bei Diabetes mellitus Typ 2 besonders wertvoll ist, weil ein geringerer Insulinbedarf eine längere Leistungsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse bedeuten kann.

Ein am HOMA-Index messbarer Erfolg bei Diabetes-Patienten wurde mit 10 g Brokkolisprossen-Pulver pro Tag über 4 Wochen erzielt (5 g pro Tag hatten nicht gereicht). Hierbei ist der Wirkstoff der Sulforaphan, ein Senfölglykosid. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22537070 Für Sulforaphan gibt es bereits sogar eine Hoffnung, dass er diabetische Folgeschäden wie Nephropathie (Nierenstörungen), Diabetes-induzierte Fibrose und Gefäßkomplikationen vorbeugen kann https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23631497. Das macht Sulforaphan und ähnliche Stoffe zu einem perfekten Mittel in der Begleittherapie bei Typ 2-Diabetes.

Es gibt über 120 verschiedene Senfölglykoside. Sie sind für den scharfen Geschmack von Rettichen und teilweise bitteren Geschmack von Kohlsorten verantwortlich. In den Pflanzen dienen sie der natürlichen Abwehr gegen Viren, Pilzen und Bakterien. Kapuzinerkresse-Tabletten, Meerrettich-Saft oder die asiatische Meerrettich-Spezialität Wasabi, die als grüne Paste gern zu Sushi serviert wird, sind somit auch perfekte Mittel gegen Infekte der oberen Atemwege und auch der Nieren und der Harnwege, über die sie ausgeschieden werden. Es sinkt außerdem das Tumorrisiko für Lunge, Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und evtl. auch für weibliche und männliche Geschlechtsorgane. Es ist bewundernswert, dass bereits ein häufiger Verzehr von Kohl hierfür reichen könnte, wobei je häufiger der Kohl-Verzehr ist, desto stärker sind diese Wirkungen. Wegen individueller genetischer Unterschiede in der Aktivität der Glutathion S-Transferase-Enzyme sind diese Wirkungen leider nicht bei jedem Menschen gleich stark ausgeprägt. Weitere Informationen hierzu finden Sie in einem Bericht der Fachkräfte des Uniklinikums Heidelberg: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/MolOnkoChir/6Herr_PassChir.pdf

Für bakteriostatische Eigenschaften des Urins reichen etwa 10 g Kapuziner-, Gartenkresse oder Meerrettich. Wie viele Senfölglykoside (auch als Glucosinolate genannt) über die Nahrung aufgenommen werden, scheint in verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich zu sein: In Deutschland einige Male weniger als in Japan https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=22018.

Eine geringe Aufnahme der Glucosinolate hat beim in Deutschland verbreiteten Jodmangel einen einzigen Vorteil: Glucosinolate hemmen die Jodaufnahme in die Schilddrüse, so meiden viele Menschen wohl unbewusst die Kohl- und Rettich-Mahlzeiten, sonst würde ein Kropf (Schilddrüsenvergrößerung, auch Struma genannt) entstehen. „Einseitige Ernährung mit Kohl in Verbindung mit jodarmer Kost führt beim Menschen zu endemischem Kropf“ (Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, S. 471) https://books.google.de/books?id=zRaBBwAAQBAJ&pg=PA471&lpg=PA471&dq=Oxazolidin-2-thione+in+Kohl&source=bl&ots=uQXdtUx1a6&sig=vW-Sau8VjWEyOyYwZPDtSiSiN8o&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjT-t6rj4fXAhVDAsAKHRAsDY0Q6AEIPjAH#v=onepage&q=Oxazolidin-2-thione%20in%20Kohl&f=false . Es muss jedoch unbedingt nicht zum Kropf kommen, wenn Jod zusätzlich aufgenommen wird – dann wird die Hemmung der Jodid-Aufnahme durchbrochen. (Diese Hemmung wird auch durch Nitrate und Chlorate bewirkt.) Bekannterweise haben Japaner von Geburt an eine sehr hohe Jodaufnahme durch Verzehr von Meeresalgen und -Fisch. Möglicherweise erlaubt es ihnen viele Glucosinolate ohne Kropfbildung zu verzehren. Da die Schilddrüse sich an eine höhere Jod-Menge langsam gewöhnen sollte, um (nicht mehr korrigierbare) Überreaktionen zu vermeiden, sind niedrig dosierte Jodid-Präparate (50-100 µg/Tablette) nach Absprache mit dem Arzt oder meinerseits (ohne Gewähr) schätzungsweise nicht häufiger als jeden 2. Tag über mehrere Monate empfehlenswert, bevor man z.B. 100 µg/Tag regelmäßig zusätzlich nimmt oder gar auf jodreiche Algen umsteigt. Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen dürfen kein Jodid ohne Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.

Allerdings kann bei übermäßigem Kohl-Verzehr trotz Jod-Aufnahme ein Kropf entstehen, weil Kreuzblütler zum Teil auch so genannte Oxazolidin-2-thione bilden: Diese verhindern trotz der Aufnahme des Jods in die Schilddrüse dessen weitere Verwendung* zur Bildung der Schilddrüsenhormone (*Oxidation des Jodids zu Jodat, welches an Tyrosin gebunden werden soll, um das Schilddrüsenhormon zu bilden) https://books.google.de/books?id=zRaBBwAAQBAJ&pg=PA471&lpg=PA471&dq=Oxazolidin-2-thione+in+Kohl&source=bl&ots=uQXdtUx1a6&sig=vW-Sau8VjWEyOyYwZPDtSiSiN8o&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjT-t6rj4fXAhVDAsAKHRAsDY0Q6AEIPjAH#v=onepage&q=Oxazolidin-2-thione%20in%20Kohl&f=false. Deshalb ist Maßhalten immer noch eine goldene Regel.

Für Unterstützung der täglichen Versorgung mit aktiven Stoffe der Glucosinolate sind folgende Nahrungsergänzungsmittel empfehlenswert: Brokkoli-Extrakt mit DIM und Sulforaphan und Indol-3-Carbinol. Dies ist keine ärztliche Empfehlung, sie ersetzt keineswegs den ärztlichen Rat und steht in keinem Bezug zu den auf dieser Seite dargestellten gesundheitlichen und wissenschaftlichen Informationen. Sie ist mein Vorschlag zur Nahrungsergänzung für gesunde Erwachsene. Befragen Sie bitte Ihren Arzt vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel. Für Nahrungsergänzungsmittel mit DIM, Sulforaphan oder Indol-3-Carbinol ist es besonders empfehlenswert, sie im Kühlschrank aufzubewahren, weil diese Stoffe flüchtig sind.


Wirksamkeit der Aufnahme von Antioxidantien während der Chemotherapie

Am Institut für Integrative Krebsforschung und Bildung wurde eine systematische Übersichtsarbeit zu 19 randomisierten kontrollierten Studien über die Wirksamkeit der Aufnahme von Antioxidantien während der Chemotherapie durchgeführt, die Vitamin A, Vitamin C, Melatonin, NAC, Ellagsäure, Glutathion und eine Antioxidantien-Mischung für Personen mit fortgeschrittener oder rezidivierender Erkrankung untersucht hat. Es wurde gefunden, dass keine der Studien einen Nachweis von signifikanten Minderungen der Wirksamkeit durch die Supplementierung mit Antioxidantien während der Chemotherapie zeigte, dagegen fanden viele der Studien, dass die Supplementierung mit Antioxidantien zur Erhöhung von Überlebenszeit, verbesserten Ansprechraten von Tumoren oder beidem sowie zu geringeren Toxizitätserscheinungen als bei Kontrollgruppen führte, obwohl die statistische Aussagekraft immer begrenzt war, so dass größere Studien hierzu weiterhin nötig sind. (...) Antioxidantien könnten die Wirksamkeit der Chemotherapie verstärken sowie ihre Toxizität vermindern. (...) Die gleichzeitige Verabreichung von Antioxidantien und Chemotherapie hat ein Potential für die Verminderung der Dosis-limitierenden Toxizität, ohne die therapeutische Wirksamkeit zu beeinträchtigen.

https://www.researchgate.net/profile/Constantine_Kaniklidis/publication/248702917_Drug_Interactions_in_Oncology_-_Review/links/02e7e51e0634da6a81000000.pdf


Beispiele der Curcumin-Wirkungen gegen Arthritis


Curcumin ist wegen seiner Unlöslichkeit in Wasser sehr schwierig absorbierbar im Darm. Der Zusatz von Ölen oder, bevorzugt, Lecithin erhöht die Aufnahme, während der Zusatz von Pfeffer die Wirksamkeit verlängert. So kann man beides empfehlen, wenn man die maximale Wirkung von Curcumin im ganzen Körper anstrebt. Die Wirkung von reinem Curcumin-Extrakt ohne Zusätze bleibt auf den Darm beschränkt. Nachfolgend finden Sie Beispiele aus den Studien zur Wirksamkeit von Curcumin bei (rheumatoiden) Arthritis:


200 mg Curcumin in Komplex mit 400 mg Phosphatidylcholin zeigt eine Erhöhung der intestinalen Absorption um das 20-fache, so könnte diese Menge 4 g nicht komplexierten Curcumin äquivalent sein.

http://www.altmedrev.com/publications/15/4/337.pdf


Der Zusatz von 1% Piperin (extrahiert aus dem schwarzen Pfeffer) zum Curcumin-Extrakt erhöht die Curcumin-Wirksamkeit um 20 Mal. 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9619120


Die Kombination von 350 mg Curcuma longa Extrakt (bestehend aus 70% curcumin, 17% Demethoxycurcumin, 3,5% Bis-Demethoxycurcumin und 7,5% essentielles Kurkuma-Öl) mit 150 mg Boswellia serrata Extrakt (bestehend aus 85 % Boswelliasäuren, davon 10 % AKBA) 2 mal täglich 12 Wochen lang eingenommen zeigt bessere Ergebnisse in Bezug auf Sicherheit und Wirksamkeit für Patienten mit Osteoarthritis als die Einnahme von 100 mg selektiven COX-2-Inhibitor Celecoxib zwei mal täglich.

https://www.spandidos-publications.com/10.3892/mmr.2013.1661


500 mg Curcumin-Extrakt zeigte bessere Ergebnisse in Behandlung der rheumatoiden Arthritis als 50 mg Diclofenac sodium und hatte keine unerwünschten Nebenwirkungen.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22407780


Bei einer Tierversuchsstudie mit Ratten zeigte Curcumin eine um 10% höhere Wirksamkeit in Behandlung der induzierten Arthritis als Indomethacin.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21120596


400 mg Curcumin in Komplex mit 800 mg Phosphatidylcholin ist vergleichbar mit 2 g Acetaminophen in der Stärke der Schmerzlinderung.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23526055


Die Einnahme von Curcumin in Komplex mit Phosphatidylcholin über 3 Monate reduzierte Schmerzen, Steifheit und die physische Funktionsstörung der Gelenke um mehr als die Hälfte entsprechend den jeweiligen speziellen Benotungssystemen. Auch die Beweglichkeit war signifikant verbessert. Es wurde auch eine signifikante Senkung von CRP (C-reaktivem Protein) beobachtet.

Patienten, die das mit Phosphatidylcholin komplexierte Curcumin einnahmen, hatten gastrointestinale Beschwerden mehr als doppelt seltener (15% statt 38%) im Vergleich zu Patienten, die NSAIDs (Nicht-steroidale Entzündungshemmer) einnahmen.

Diese Studie testete die Wirksamkeit von 200 mg Curcumin in Komplex mit 400 mg Phosphatidylcholin pro Tag über 8 Monate. Die Ergebnisse zeigten eine Verringerung der osteoarthritischen Symptome um über 50% und eine dreifache Erhöhung der zu Fuß zurückgelegten Entfernung. Es wurde auch eine antidepressive Wirkung mit Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens beobachtet. Patienten konnten die Einnahme von NSAIDs reduzieren und hatten weniger begleitende gastrointestinale Beschwerden, möglicherweise auch dank den protektiven Wirkungen von Curcumin.

Ödeme der Beine wurden um 65% dank Curcumin-Komplex verringert, im Kontrast zu 5% während der konventionellen Therapie.

http://www.altmedrev.com/publications/15/4/337.pdf

 

Curcumin hat viele weitere Wirkungen, wie Sie im nachfolgenden Vortrag sehen können. Die Wissenschaft untersucht Curcumin intensiv weiter, so dass weitere spannende Informationen zu erwarten sind. Es besteht zum Beispiel eine Annahme, dass Curcumin die Alzheimer-Erkrankung vorbeugen oder sogar behandeln könnte, was aus den Ergebnissen einer sechsmonatigen randomisierten Placebo-kontrollierten, doppel-blinden klinischen Pilotstudie folgt. Medical Journal: Journal of Clinical Psychopharmacology; Year: 2008; 28(1):110-114; Authors: Baum, et al.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18204357


 Mein Vortrag über die potentiellen Curcumin-Wirkungen

 









Über Boswellia:  http://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=9000

Boswellia serrata (Weihrauch) Anwendungen:

entzündungshemmend

Gegen Arthritis

Für Gelenke (Reduzierung von Entzündung, Schmerzen, Schwellungen, Steifheit, Knochenreibung und Schmerzempfindlichkeit)

Reduzierung von Schmerzen

vermindert Knochenabbau (durch Reduktion der Osteoklastenbildung)

vermindert zerebrale Ödeme (und die damit verbundenen Kopfschmerzen und Funktionsstörungen)

gegen erhöhte Blutfette

antiatherosklerotisch (gegen koronare Plaques)

bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

effektiv beruhigend bei Colitis

leberschützend

für Stimulation der Leber

für Gedächtnis/Gehirnentwicklung und gegen Alzheimer (präventiv und therapeutisch)

neuroprotektiv

gegen Leukämie- und Gerhintumorzellen

bei Gehirntumoren (effektiv gegen Glioma - durch Proliferationshemmung, Apoptoseinduktion - und gegen peritumorale Gehirnödeme)

bei Dickdarmtumoren (bewirkt über Gene Absterben der Krebszellen)

vermindert Polype

bei Prostatatumoren (vermindert DHT-Wirkung auf Prostata, was Absterben der Krebszellen verursachen kann)

bei Pankreaskrebs (sehr effektiv gegen Verbreitung und bewirkt Verminderung der Tumorgröße)

gegen Fieber (fiebersenkend)

gegen Halsschmerzen

gegen Bronchitis

gegen Asthma

gegen Husten

gegen kleine Wunden im Mund

gegen Diarrhö/Ruhr

gegen Borkenflechte

gegen Geschwüre, Haut- und Bluterkrankungen

gegen Scheidenausfluss

adstringierend

antibakteriell

harntreibend

schweißtreibend

bei Menstruationszyklusstörungen

gegen Haarausfall

bei Gelbsucht

gegen Hämorrhoiden

bei syphilitischen Erkrankungen

stimulierend


Vitamin B2 gegen Katarakt

Möglicherweise Risikosenkung für Katarakt, weil Vitamin B2 am Glutathionstoffwechsel beteiligt ist und so in die Abwehr der reaktiven Sauerstoffspezies eingebunden ist, was für den Schutz der empfindlichen Linsenproteine von Bedeutung ist. In den epidemiologischen Studien korreliert die höhere der Riboflavinzufuhr mit einem verminderten Kataraktrisiko (Jaques, 1999; Cummin, 2000).

 

Vitamin B2 gegen Migräne

Bei Migräneanfällen ist der mitochondriale Energiestoffwechsel gestört - kann aber mit Dosen von Vitamin B2 von mehreren hundert Milligramm pro Tag korrigiert werden. In placebokontrollierten Doppelblindstudien ließen sich hierdurch Schwere und Dauer der Anfälle reduzieren (Schoenen et al., 1998; Sandor et al., 2000). Eins der Anzeichen für Vitamin B2-Mangel kann eine erhöhte Blendempfindlichkeit sein - Photophobie [psychogene Angst vor allem, was einen blendet]. Aus Sicherheitsgründen bei einer langfristigen Anwendung von hochdosierten Präparaten sollte die Dosis 200 mg Vitamin B pro Tag nicht überschritten werden. 

 

Ist Vitamin D da? Krebs nicht!

Es besteht ein inverser Zusammenhang zwischen der Versorgung mit Vitamin D und der Häufigkeit von Prostata-, Dickdarm- und Brustkrebs (Garland et al., 1999; Blut und Weigel, 1999). Vitamin D kann die Proliferation von Krebszellen inhibieren und ihre Apoptose einleiten (Blut und Weigel, 1999).

 

Vitamine E und C für Gefäße

Die Progression der Atherosklerose lässt sich um ca. 30 % reduzieren, wenn eine Kombination von RRR-alpha-Tocopherol (272 IE/d) und Vitamin C (500 mg/d) über einen Zeitraum von 6 Jahren zur Anwendung kommt (Salonen et al., 2003).

 

Rheuma, Artritis? Vitamin E!

Effektiv gegen rheumatische Erkrankungen sind 100 - 200 mg Vit. E / d. Bei Osteoartritis verwendet adjuvante Therapie bis zu 1200 mg Vit. E pro Tag (Biesalski et al., 1999).

 

Cortisol - der Kraftbeschleuniger

Eine erhöhte Abhängigkeit der Herzfunktion (Blutdruckerhöhung) von Emotionen, Aufregung oder körperlicher Belastung erfolgt bei einer übermäßigen Cortisolproduktion, da es die Empfindlichkeit des Körpers zu Adrenalin und Noradrenalin erhöht. Diese Stoffe erhöhen die Leistungsfähigkeit des Körpers und steigern dafür den Blutdruck - dieser bleibt aber im normalen Bereich, wenn Cortisol im Blut nicht erhöht ist. Außerdem führt die Cortisol-Erhöhung im Blut zur Retention von Natrium im Körper und, infolge dessen, zu (vorübergehenden) Ödemen, weil Natrium Wasser anzieht. Man kann in der Nahrung die Salzmenge reduzieren und die Kaliummenge erhöhen, um das überflüssige Wasser auszuscheiden. Zur Klärung der Ursache für das erhöhte Cortisol wird aber eine ärztliche Untersuchung benötigt - vor allem die der Nebennierenrinde. PS: Leistungsfähigkeit des Herzens: Das Herz pumpt im Durchschnitt 5-6 Liter Blut pro Minute und kann bei maximaler Aktivierung diese Menge um 4-5 Mal steigern.

 

Lutein-Quellen

10 mg Lutein in der Apotheke kosten ca. 0,50 €. Und 100 Gramm von Grünkohl enthalten im Durchschnitt 22 mg Lutein (10 – 34 mg)! Natürlich muss man auch berücksichtigen, dass die anderen Lebensmittel nicht so viel Lutein enthalten: Spinat zum Beispiel – 7 mg, Brokkoli – 2 mg pro 100 gr. (http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnkohl).

 

Lutein und Zeaxanthin

Lutein und Zeaxanthin sind ein Schutz für die Augen und die Haut vor UV-Licht (u.a. Schutz vor Hautkrebs) (1), Kosmetik „von innen“ für die Haut, Schutz vor Brustkrebs (2), Vorbeugung der Erblindung (3), Verminderung der arteriosklerotischen Plaques in den Blutgefäßen (4) und vieles mehr…

(1) (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17446716)

(2) (http://www.luteininfo.com/home)

(3) (http://www.rmj.ru/articles_3610.htm)

(4) (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=11413081)

 

Vitamin D – besonders wichtig im Alter

Ältere benötigen Sonne insbesondere: Die Rolle von Vitamin D für den Schutz vor neurodegenerativen Erkrankungen* und für die Lebensverlängerung** zeigt sich besonders im Alter – wer über 65 ist und eien mäßig ausgeprägten Vitamin D-Mangel hat (25-49 nmol/L im Blutserum), sind einem erhöhten Sterberisiko und einer beschleunigten Gehirnalterung ausgesetzt, zum Beispiel dem Gedächtnisverlust und Redeveränderungen, im Vergleich zu denen, die 50-70 nmol/L haben. (Als der optimale Vitamin D-Spiegel im Blut gilt die Konzentration 100-200 nmol/L.)

*Vitamin D and cognitive functioning in the elderly population in Germany Breitling, L.P. et al. Heidelberg, Germany Experimental Gerontology; Januar 2012; 47: 122-127.

**Low serum vitamin D is associated with increased mortality in elderly men: MrOS Sweden Johansson, H. et al. Gothenburg, Sweden. Osteoporos Int; March 2012; 23 (3): 991-999.

80 % vom Vitamin D-Bedarf erhält der Körper „durch die Sonne“, indem er seine Produktion in der Haut startet (aus Cholesterin!), während nur 20 % des Vitamin D-Bedarfs durch die übliche Nahrung gedeckt werden (Lebensmittel tierischer Herkunft).

Für die Versorgung mit einer Tagesdosis Vitamin D reicht es, je nach Hauttyp, sich täglich im Durchschnitt etwa 1 Stunde mit offenem Gesicht in der Sonne aufzuhalten (oder 5 min beim Sonnen am Strand). Bei einem längeren Aufenthalt in der Sonne empfiehlt es sich ein Sonnenschutzmittel zum Schutz der Haut vor Sonnenbrand, Altersflecken und bösartigen Tumoren zu nutzen – in diesem Fall muss berücksichtigt werden, dass die Zeit, die für die Bildung von Vitamin D benötigt wird, sich entsprechend dem Lichtschutzfaktor (LSF) verlängert: Zum Beispiel eine Creme mit LSF 15 verlängert die (nötige/zulässige) Zeit des Sonnenbades um 15 Mal (wenn sie nicht mit Wasser abgespült wird).

 

Wie kann geholfen werden das Rauchen aufzugeben?

Wie kann geholfen werden das Rauchen aufzugeben? Die Süchtigen benötigen Hilfe – genauso wie Ihre Mitmenschen. Es gibt eine Pflanze (lat. Pueraria lobata ), die dabei hilft – sie verstärkt die toxische Wirkung des Rauchs auf den Körper, was das Rauchen widerlich macht. Wenn aber diese Pflanze angewendet wird und das Rauchen weitergeht (aktiv oder passiv), dann steigt das Krebsrisiko. Ähnlich wie diese Pflanze wirken Sojaprodukte und der grüne Tee. Einerseits helfen diese Lebensmittel im Kampf gegen die Abhängigkeit. Andererseits, wenn Sie zum Beipsiel dem Passivrauchen ausgesetzt sind, sollten Sie diese in Ihre Lebensmittelauswahl nicht einschließen. All die Mechanismen beziehen sich auch auf Alkohol. Genau deswegen, sowie infolge genetischer Besonderheiten der Stammbevölkerung, bleibt der Konsum von Alkohol und Tabak in den fernöstlichen Ländern niedrig (http://www.researchgate.net/publication/5865436_Pueraria_lobata_(Kudzu_root)_hangover_remedies_and_acetaldehyde-associated_neoplasm_risk ).

Mit anderen Worten: Die, die Rauchen, lassen weder für sich noch für andere die Möglichkeit gesunde Nahrung zu sich zu nehmen, können diese aber nutzen, um aufzuhören!

 

Zu viel Sonne ist schädlich für die Augen  

Zu viel Sonne ist schädlich für die Augen – helles Licht kann die Struktur von Enzymen und Zellmembranen schädigen, aus denen die Augenlinse besteht, was zum oxidativen Stress und, daraus resultierend, zur Linsentrübung (Katarakt) führt. Vitamin C spielt eine wichtige Rolle zum Schutz der Linse gegen den oxidativen Stress und vermindert das Katarakt-Risiko (die dafür empfohlene Menge beträgt 150 – 300 mg pro Tag. (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10357726 ).

Allerdings ist es lediglich ein Teil des oxidativen Systems. Wenn die Kataraktentwicklung schon begonnen hat, gibt es eine Störung dieses Systems – unter solchen Bedingungen soll man eine große Menge von Vitamin C vermeiden (1 Gramm pro Tag und mehr), weil die Zellen der Linse es nicht schaffen, das Vitamin C mit einer gewünschten Geschwindigkeit zu nutzen (das oxidierte Vitamin C zu reduzieren), während die Ansammlung des oxidierten Vitamin C in der Linse die Katarakt-Entwickung fördert (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22363833).

(PS: Vermutungen einiger Studien über eine angeblich schädliche Vitamin C-Wirkung auf die DNA wurden widerlegt: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10336883 ).

 

Aspirin, Asthma, Alternative  

Aspirin ist verbreitet als Mittel zur Prophylaxe von Thrombose, Infarkt und Schlaganfall. Es kann aber Asthma auslösen (bis zu 20 % der Asthmatiker vertragen kein Aspirin), sowie andere Erkrankungen.

(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11083703)

Es gibt Alternativen für die, die die Einahme antientzündlicher Medikamente vermeiden oder deren Dosis vermindern wollen! Ernährung, die die Blutgefäßverengung und die Thromboseneigung reduziert, sowie einer chronischen arterielle Entzündung entgegenwirkt, die zu Herzattaken und Schlaganfall führt. Eine solche Ernährung kann außerdem das Risiko für Erkrankung an bestimmten Krebsarten senken, wie zum Beispiel an Prostata- und Dickdarmkrebs.

(http://www.itmonline.org/arts/lox.htm).

 

Folsäure gegen Prostatakrebs  

Eine jahrelange zusätzliche Einnahme von Folsäure allein in der Menge von 100 Mikrogramm pro Tag vermindert das Risiko der Prostatakrebs-Enwticklung um 12 %.

 (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23519640).

(Und das ohne zu berücksichtigen, dass Prostata hauptsächlich durch Selen geschützt wird.)

 

Gibt es Pillen gegen Kinderlosigkeit?

Nahrungsergänzungsmittel können gegen die Kinderlosigkeit helfen – insbesondere solche, die die Vitamine C, D, E, B6, Folsäure (B9), sowie Jod, Selen, Eisen und DHA (Docosahexaensäure – im Fischöl enthalten) liefern.

(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23571830).

 

Krankes Herz ohne Vitamin C  

10 – 20 % der Bevölkerung der westlichen Länder haben einen Vitamin C-Mangel, was die Entwicklung der Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördert. (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23642093).

 

Vitamin C für Schwangere  

Die Einnahme von 100 mg Vitamin C durch Schwangere ab der 14. Woche vermindert das Risiko des vorzeitigen Blasensprungs.

(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23682322).

 

Vitamin C gegen Magenkrebs  

Vitamin C vermindert die genotoxische Wirkung vom Bakterium   Helicobacter pylori  auf die Zellen der Magenschleimhaut. (Mit dem Bakterium   Helicobacter pylori  ist über die Hälfte der Weltbevölkerung infiziert.) Diese Information ist insbesondere für die Menschen wichtig, die häufig gebratene eiweißhaltige Nahrung essen (in der Regel ist es Grillfleisch) und sich dadurch der Einwirkung von mutagenen Verbindungen aussetzen, die aus Eiweißen bei starker Erhitzung entstehen (heterozyklische Amine).

(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23661025).

 

Kaffee = Bluthochdruck?  

Kaffee mit Kaffeesatz erhöht den Blutdruck, filtrieren Sie ihn und trinken sie ihn zum Wohl!

 

Grippe?  

Grippe? Zum Kampf gegen Viren aktivieren Sie Ihr Immunsystem: Geben Sie Vitamin C zum Tee hinzu und nehmen Sie in der Erkältungsperiode einen Echinacea-Extrakt ein. (http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenh%C3%BCte_%28Echinacea%29)

 

Vitamin C gegen virenassoziierte Erkrankungen  

Vitamin C hilft in Prävention von Leukämie und anderen Folgen der HAM/TSP-Erkrankung, die indirekt durch das Virus HTLV-1 hervorgerufen wird. Das Virus HTLV-1 ist weltweit verbreitet und HAM/TSP ist eine neuroinflammatorische Erkrankung, die die Neuronen im Rückenmark und sogar im Gehirn schädigt.

Vitamin C unterdrückt die Proliferation (Vermehrung) der infezierten Leukozyten und führt zu deren Tod, was die Progression der Erkrankung behindert, die sich über das ganze Leben hinweg entwickeln kann.

(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3404116/pdf/pntd.0001729.pdf).

 

Stillen – der Grundstein der Gesundheit  

Kinder, die gestillt werden, haben ein niedrigeres Risiko für Gastroenteritis, atopisches Ekzem und ein erniedrigtes Risiko für Atemweginfektionen, eine verbesserte intellektuelle Entwicklung. Nach dem Erwachsenwerden sinkt bei ehemals gestillten Kindern das Risiko für Adipositas, Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2, Hypertonie und Zöliakie ( Butte, 2001; Pettitt et al., 1997; Akerblom und Knip, 1998; Peters et al., 2001; Martin et al., 2005 ). Stillen senkt für die Mutter das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs ( Freudenhaim et al., 1997, Siskind et al., 1997 ). Unter ungünstigen Ernährungsbedingungen ist ein möglichst langes Stillen noch wichtiger und sollte nicht durch die Flaschennahrung ersetzt werden (WHO, 2000).

 

Magnesium – Multimanager der Gesundheit

Magnesium senkt den Blutdruck, verbessert die Insulinwirksamkeit, macht die Atmung der Zellen effektiver, stabilisiert ihre Membranen, steigert die Leistungsfähigkeit, senkt Stresshormone und beschleunigt die Erholung. Nicht nur für Sportler! Wird verwendet bei: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krämpfen, Migräne, Asthma, (chronisch entzündlichen) Darmerkrankungen und bei Einnahme vieler Medikamente, die den Mangel begünstigen. Viel Magnesium ist enthalten in: Bohnen, unpoliertem Reis, Kleie, Nüssen – und Nahrungsergänzungsmitteln : )

Kommen Fragen auf? Stellen Sie diese!

 

4 tödliche Faktoren – oder wie wertvoll ist Ihr gesunder Lebensstil?  

Die 4 Faktoren – Fehlernährung, Bewegungsmangel, Tabakrauchen und Alkohol – werden als das tödliche Quartett bezeichnet. Warum? Weil…

…Etwa jeder Zweite stirbt in Deutschland an einem Herz-Kreislauf-Leiden und etwa jeder Vierte an Krebs. Wenn nicht die Krankheiten, sondern ihre auslösenden Faktoren als tatsächliche Todesursachen betrachtet werden, dann sterben ca. 40 % der Menschen aufgrund einer ungesunden Lebensweise zu früh. Die führenden Todesursachen sind Rauchen (18 %), Fehlernährung und Bewegungsmangel (17 %), sowie Alkoholkonsum (4 %). Auffallend ist der Vergleich mit den allgemein gefürchteten Todesursachen wie Infektionen (3 %), Vergiftungen (2 %) und Autounfällen (2 %).

In Deutschland ist die Anzahl an neu registrierten Fällen pro Jahr (Inzidenz) folgende:

Schlaganfall – ca. 400.000 Menschen, tödlicher Herzinfarkt – ca. 200.000 Menschen, Krebs – ca. 120.000 Menschen, Erblindung – ca. 30.000 Menschen, Amputationen – ca. 15.000 Menschen.

Das sind häufig die Folgen der bestehenden Stoffwechselerkrankungen. Diese haben in Deutschland folgende Verbreitung (zum Jahr 2003): starkes Übergewicht (Adipositas, BMI > 30 kg/qm) – über 20 Mio., Fettstoffwechselstörungen – über 15 Mio., arterielle Hypertonie – über 8 Mio., Diabetes – über 4 Mio.. (Außerdem leiden fast 2 Mio. Deutsche an Osteoporose.)

Die meisten dieser Erkrankungen haben Lebensstilfaktoren als Hauptursache: Etwa 90 % aller Typ-2-Diabetiker sind übergewichtig als Folge von Fehlernährung und Bewegungsmangel (Pfeiffer, 2006). Nahezu alle Fälle von starkem Übergewicht (Adipositas), etwa 35 % aller Krebserkrankungen, etwa 50 % der Fälle von arterieller Hypertonie und nahezu 60 % der Neuerkrankungen an Typ-2-Diabetes lassen sich vermeiden, bevor sie entstehen (WCRF, 1997; Tyroler et al., 1975; Knowler et al., 1995; Diabetes Prävention Program Research Group, 1999).

 

Wo findet man Vitamine A und D am einfachsten?  

Die effektivste Quelle für Vitamine A und D ist Fischöl (nicht in Kapseln, sindern in der Flasche wie z.B. Lebertran). Schon ein Teelöffel pro Tag reicht zur Deckung des Bedarfs an diesen Vitaminen. Zur Auffüllung des Mangels an einem der Vitamine oder an allen beiden kann man bis zu einem Esslöffel pro Tag einnehmen. Es geligt zum Beispiel gut, den einen Esslöffel Fischöl zu Quark mit Kefir unter Zusatz von Konfitüre unterzumischen – auf das Gesamtvolumen von etwa 2 Gläser eines solchen Gerichts. Wenn es allerdings keine Möglichkeit gibt Fischöl zu kaufen oder es nicht gelingt eine für Sie geschmacklich akzeptable Kombination zu finden, dann nutzen Sie die nächste effektive Alternative: 20 – 40 g Hering deckt den Tagesbedarf an Vitamin D; das Vitamin A erhalten Sie genügend aus 7 – 15 g Rinderleber pro Tag.

Wenn Sie fragen, warum gerade Hering – er enthält im Durchschnitt 30 Mikogramm Vitamin D pro 100 g essbare Fischanteile und das ist 3 mal mehr als in Sardinen, 6 mal mehr als in Thunfisch und 7 mal mehr als in Makrelen. (Bei diesem Vergleich geht es um Durchschnittswerte. Natürliche Schwankungen z.B. bei Hering liegen im Bereich 10-70 Mikrogramm pro 100 g Fisch).

Wenn Sie Rinderleber nicht mögen, obwohl sie am meisten Vitamin A als andere Lebensmittel enthält, dann können Sie Thunfisch als eine gute Vitamin-A-Quelle wählen. Thunfisch gehört neben Hering zu den reichsten Fischölquellen. 200 g Thunfisch können theoretisch den Tagesbedarf für Vitamin A und für Vitamin D decken. Leider kann es schwierig sein, Thunfisch mit dem für ihn typischen Fettgehalt von ca. 16 % zu finden, weil er meist in Konservendosen verkauft wird, in die er erst nach Entfettung gelangt (zur Gewinnung von Fischöl, das bestimmt extra verwendet wird). Versuchen Sie deshalb Thunfischkonserven nicht nur „im eigenen Saft“, sondern auch im eigenen Fischöl zu fidnen (der Fettgehalt sollte bei 16 % liegen) oder kaufen Sie frischen tiefgefrorenen Thunfisch (nicht aus einer Aquakultur, sondern den echten – aus der See!).

Da es schwieriger und teurer sein kann, 200 g Thunfisch pro Tag zu essen als 20 – 40 g Hering und 7 – 15 g Rinderleber, und weil Thunfisch als größerer Fisch in der Nahrungskette mehr natürliche (und andere) Schadstoffe in sich anreichert als der Hering, rate ich eher zu Hering und Rinderleber.

Obwohl Schweineleber doppelt mehr Vitamin A pro Gramm enthalten kann als Rinderleber, rate ich vom Verzehr der Schweineleber ab, weil Schweine viel mehr anfälliger für Parasiten sind als Rinder.

Das Problem der Toxikologie betrifft auch Aal. Er ist trotz seines doppelt höheren Vitamin-A-Gehalts als im Thunfisch, meiner Meingung nach, nicht zum Verzehr empfehlenswert. Denn in seiner Lebensphase als Flussfisch sammelt er aus dem Fluss viel mehr Schadstoffe als Fische wie Thunfisch, die nur in der See leben. Heute steht Aal auch in der roten Liste von Greenpeace wegen der Überfischung (lange Zeit galt er als beliebte Delikatesse). Außerdem enthält Aal in seinem Fischöl zu viel Arachidonsäure im Verhältnis zu den „guten“ Omega-3 Fettsäuren EPA und DHA, was die positiven Wirkungen seines Fischöls zunichte macht. (Am meisten Arachidonsäure ist im Schweinespeck enthalten.)

Als teurere Alternative zu Thunfisch wäre echter Kaviar denkbar – er enthält etwa genausoviele Vitamine A und D wie Thunfisch, d.h. 200 g Kaviar pro Tag würde den Tagesbedarf für die beiden Vitamine decken. Allerdings ist Kaviar so salzig, dass schon 100 g mehr Salz enthalten als der Mensch pro Tag verarbeiten kann.

 

Vitamin B2  

Vitamin B2 hilft das Risiko zu senken an Katarakt zu erkranken (Jaques, 1999; Cumming, 2000), kann bei Migräne helfen (Schoenen et al., 1998; Sandor et al., 2000) und ist einer der Stoffe, die für die Prävention der Atherosklerose nötig sind (Powers, 2003)!

 

Pestizide & Co. in Lebensmitteln  

1. Morpholin (krebsfördernd, da Nitrosamin-Generator) – in Äpfeln aus China, England und Deutschland, sowie in mexikanischen Limetten.

2. Glyphosat – in Linsen (der Marken „Baktat Grüne Linsen“, „Cooky Grüne Linsen“), Erbsen und Bohnen (die zugelassenen Höchstmengen, die überschritten werden, sind folgende: In Linsen 0,1 mg/kg, in Erbsen 10 mg/kg, in Bohnen 2 mg/kg).

3. Lindan – in Linsen (nervengiftig)

4. Ethephon (Reifungsmittel, neurotoxisch) – in brasilianischen Feigen von „BSS Brasil Exportacao“

5. Deltametrin (neurotoxisch, hormonell wirksam) – in Cherry-Tomaten aus Senegal

6. Rotenon – erlaubt in Bio-Tomaten!

7. Mehrere Pestizid-Überschreitungen – in Weinblättern, Giannakakis, Salatgurke, Goodfarmer Honey Pomelo

Weitere Lebensmittel, die von Hochstmengen-Überschreitugnen betroffen worden sind: Lose verkaufte Limetten, frischer Koriander, verschiedene Weinblätter, sowie „TFC Rawit Rot Chilis“.

(Nach der Quelle: Zeitschrift „Öko-Test“, 5/2012, S. 32-41)

 

Empfehlungen für Krebskranke  

1. Bei einer Chemo- oder Radiotherapie ist eine positive Wirkung einer speziellen Ernährung nicht nachgewiesen (außer bei Knochenmarktransplantation, bei der die Therapiedosen besonders hoch sind und dem Körper so schaden, dass er offensichtlich eine Unterstützung braucht, lesen Sie weiter Punkt Nr. 2) (S. 148). Вas Prinzip dieser Therapien basiert auf der Hemmung des Wachstums und auf der physikalischen und chemischen Abtötung der Zellen und ein Nährstoffdefizit begünstigt diese Prozesse. Das Immunsystem wird dadurch nicht gestärkt, sondern leidet ebenfalls. Jedoch findet das keine Beachtung, weil davon ausgegangen wird, dass das Immunsystem bei Krebs sowieso versagt. Obwohl eine solche „Abtötungstherapie“ dem Immunsystem schadet, wäre eine zusätzliche Einnahme von Vitaminen während der antinutritiven Chemo- oder Radiotherapie kontraproduktiv. Deshalb dürfen keine Nahrungsergänzungsmittel in der Behandlungsphase eingenommen werden.

2. Nach einer umfangreichen Chemo- (und) Radiotherapie, wie sie bei einer Knochenmarktransplanttion erfolgt, wird die Darmschleimhaut besonders stark beschädigt. Für ihre Regeneration hilft die Gabe der Aminosäure Glutamin. (S. 150-151)

3. In der Regel muss der Arzt nur bei stark mangelernährten Patienten überlegen, ob eine Ernährungsunterstützung während der Tharepie sinnvoll ist – schließlich kann eine Therapie nur so lange durchgeführt werden, solange der Patient die Kraft dazu hat. Eine künstliche Ernährung ist besonders bei Tumoren im Kopf-Hals- und Speiseröhrenbereich sinnvoll. (S.146)

4. Bei chirurgischen Eingriffen ist jedoch der Nutzen einer Sondennahrung besser nachgewiesen. 5-7 Tage vor Operationen und auch 7-10 Tage danach empfielt sich eine Ernährung, die Immunität stärkt (Immunonutrition): Das ist eine Sondennahrung, die neben üblichen Nährstoffen mehr Arginin (Aminosäure), Nukleotide (DNA-Bausteinen) und Omega-3-Fettsäuren als üblich liefert. Dank diesen Nährstoffen werden bei den (insbesondere mangelernährten) Patienten Komplikationen vermindert, die Wundheilung verbessert und die Genesung beschleunigt (im Vergleich zur normalen Sondennahrung). ( aufgenommen in Deutsche Leitlinien zur enteralen Ernährung.) Verschrieben wird eine solche Ernährung jedoch nur für mangelernährte Patienten. (S. 140, 144-145)

5. Parenterale Ernährung (direkt ins Blut über Vene) ist immer problematisch wegen Gefahr von Infektionen – besser ist eine Sondennahrung (enterale Ernährung). Diese ist wiederum nur sinnvoll, wenn normale orale Ernährung (über Mund) nicht nöglich ist. Deshalb sollten Krebspatienten immer dann, wenn sie es können, auf ihre Ernährung selbst achten.

6. Krebspatienten sollten Zucker meiden, weil Krebszellen Zucker 30 Мal schneller als normale Zellen aufbrauchen (S. 46). Zucker bedeutet nicht nur alles Süße (abgesehen von Süßstoffen), sondern auch kohlenhydratreiche Lebensmittel mit hohem glykämischen Index, die währden der Verdauung zu Zucker schnell gespalten werden: Brot und andere Teigprodukte wie Nudeln, sowie Kartoffeln (besonders wenn sie heiß sind), und außerdem süße Früchte.

7. Krebspatienten benötigen mehr Fett und Eiweiß in der Nahrung, zumal ihr Fettgewebe und ihre Muskeln langsam abgebaut werden (S. 16, 17, 26). Diesem Abbau wirkt die Omega-3-Fettsäure EPS (Eicosapentaensäure, in Englisch EPA) entgegen – sogar bei fortgeschrittenen Stadien (S. 121). Sie ist im Fischöl (in Fischölkapseln oder im Lebertran aus der Flasche) erhältlich. Deshalb benötigen Krebspatienten vermehrt Fischöl. Für Patienten mit Pankreaskarzinom und anhaltendem Gewichtsverlust werden ca. 2-3 g EPA pro Tag empfohlen (DGEM-Leitlinie). Diese Epmfehlung kann auch allen anderen Krebspatienten gegeben werden. (S. 119) Die wichtigsten Wirkungen von EPA sind die Erhaltung der Muskel- und der Fettmasse, ein Stopp des Gewichtsverlustes, Verhinderung des Tumorwachstums, Appetitverbesserung und sogar der Wiederaufbau des gesunden Körpergewichts.

8. Unter allen Fischarten enthält Hering am meisten Fischöl (mit ca. 1-2 g EPA pro 100 g Fisch, je nach Art und Zubereitung, Quelle: http://www.ernaehrung.de/lebensmittel).

9. Bevorzugt werden sollten neben Fischöl und Leinöl (mehrfach ungesättugte Fette, therapeutisch wirksam) auch Butter und Kokosfett (besondere gesättigte Fette, auch therapeutisch wirksam). Dagegen sollten linolsäurereiche Fette (Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Sojaöl) vermieden werden (S. 121), weil Linolsäure die Arachidonsäure bildet, deren Folgeprodukte immunsuppressiv und entzündungsfördernd wirken und dadurch dem Tumorzellwachstum beitragen.

10. Kokosfett und Butter enthalten kurzkettige Fettsäuren, die zum Teil auch im Darm aus den Ballaststoffen gebildet werden. Kurzkettige Fettsäuren hemmen das Tumorwachstum und fördern den Tod der Tumorzellen – nicht nur im Darm, sondern zum Beispiel auch im Kopf-Hals-Bereich, in der Schilddrüse, der Lunge, dem Magen, der Bauchspeicheldrüse, der Niere, der Prostata und dem Ovar, sowie in den Lymphknoten. Schon seit meheren Jahren sind de Studien an Patienten zugelassen, um den Einsatz von kurzkettigen Fettsäuren in der klinischen Onkologie zu prüfen (S. 112).

(Nach der Quelle: „Stoffwechsel und Ernährung bei Tumorkrankheiten. Analysen und Empfehlungen“, Eggert Holm, Georg Thieme Verlag, 2007, ISBN 978-3-13-142201-9)

 

Empfehlungen gegen Bluthochdruck  

1. Möglichst wenig gesättigte Fette (Wurst, Speck, Butter), möglichst viele ungesättigte Fette (Olivenöl, Fischölreiche Fische – Sardinen, Hering, Makrelen) => erwartete Blutdrucksenkung: um 7 %.

2. Keine fettarme Ernährung und keine stark kalorienreduzierten Diäten. Nur leichte Kalorienreduktion sinnvoll. Praktisch für Sättigung und Kalorienreduktion: Viel Quark (Fettstufe 20 % oder geringer) essen!

3. Viel Süßes oder viele Produkte aus hellem Mehl (Brot, Nudeln), sowie heiße Kartoffeln vermeiden, da Insulin ansteigt, der dann den Blutdruck erhöht.

4. Fertiggerichte und zu viel Salz vermeiden, weil Natrium und Chlorid Blutdruck ansteigen lassen können (nicht bei allen Personen). Manche Personen reagieren auf Salzmangel jedoch mit Blutdruckanstieg! Deshalb seine persönliche optimale Salzmenge finden (bei ca. 1 TL)!

5. Ca. 400 mg Magnesium und 800 mg Calcium zusätzlich einnehmen.

6. Kaliumreiche Lebensmittel essen: Gurken, Tomaten, sowie insbesondere das Kochwasser von Kartoffeln nicht weggießen, sondern austrinken – enthält viel Kalium! Kalium fördert die Natrium-Ausscheidung und wirkt entwässernd, was Ödeme (Wasseransammlung im Gewebe) reduziert und den Blutdruck senkt.

7. Aber: Regelmäßig und viel Wasser trinken, weil Wassermangel in den Blutgefäßen den Blutdruckanstieg verursacht.

8. Kaffee erhöht den Blutdruck bei gesunden Personen nicht. Bei Personen mit niedrigem Blutdruck erhöht er ihn kurzzeitig unmittelbar nach der Aufnahme. Bei Personen mit erhöhtem Blutdruck erhöht Kaffee diesen nicht weiter. Kaffe fördert aber die Herzarbeit und wirkt so der Herzinsuffizienz entgegen. Deshalb sind 2-3 Tassen gefilterten* Kaffee pro Tag auch bei Bluthochdruck nicht schädlich. Kaffee muss aber nicht sein, wenn er wegen anderer individueller Beschwerden nicht vertragen wird. (*Wenn, dann sollte nur der gefilterte Kaffee getrunken werden, weil der ungefilterte Blutfettwerte steigert!)

9. Knoblauch, besonders frisch und regelmäßig verzehrt, senkt den Blutdruck stark. Wenn Kapseln mit dem Knoblauchpulver, dann 3 Mal täglich je 200 mg über 12 Wochen einnehmen, um den ganzen Effekt zu sehen! (Wenn der Knoblauchpulver nicht riecht, dann wirkt er nicht, denn die Wirkstoffe des Knoblauchs sind seine Aromastoffe.)

(Nach der Quelle: „Was ist gesichert in der Therapie? Die Ernährungsbehandlung des Bluthochdrucks“, Fritz Matzkies, Brigitte Webs, Arcis Verlag, 1992.)

 

Autismus und seine Ursachen  

Autismus ist eine früher sehr selten gewesene Gehirn-Erkrankung bei Kindern, die jedoch seit 70er Jahren vermehrt auftritt und heute schon 1 % der Kinder betreffen kann, wie in den entwickelten Ländern festgestellt wird. Die Erkrankung beruht auf Veränderung der Verschaltung der Gehirnzellen und führt zur verminderten Fähigkeit zur Kommunikation, oder auch zu körperlichen Einschränkungen. Die autistischen Kinder empfinden die Welt viel intensiver und werden damit so überfordert, dass sie Schwierigkeiten haben sich zu äußern und sich an Veränderungen zu adaptieren. Deshalb bleiben sie oft verschlossen gegenüber unbekannten Menschen. Sie können auch ihre Emotionen nicht richtig ausdrücken und bleiben häufig unverstanden, worauf sie manchmal aggressiv reagieren. Nicht alle autistischen Kinder können sprechen lernen oder ihr Wortschatz bleibt gering. Bei manchen autistischen Kindern kann der Wortschatz aber viel reicher als üblich sein, es bleiben aber Schwierigkeiten bei der Satzformulierung. Eltern bemerken die Erkrankung in den ersten 3 Lebensjahren, wenn sie sehen, dass das Kind in seiner Kommunikation eingeschränkt ist und nicht sprechen lernt. http://de.wikipedia.org/wiki/Autismus  

Die offizielle Wissenschaft hat noch keine klaren Ursachen für Autismus festgestellt, was aufgrund der Seltenheit der Erkrankung und ihrer unterschiedlicher Ausprägung schwierig ist. Vermutet werden jedoch viele Faktoren: Masern-Infektionen oder Spätfolgen von Masern-Impfungen, ungünstige genetische Veranlagung, Nähstoffdefizite, Umweltgifte, Pilzinfektionen infolge von dauerhafter Antibiotikabehandlung usw.  http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21729335  

Glücklicherweise kann die Krankheitsausprägung jedoch vermindert werden, wenn solchen Kindern viel Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ein Drittel der erkrankten Kinder kann später ihr eigenes Leben mit oder sogar ohne Unterstützung führen. In machen Studien wurde festgestellt, dass einige Nahrungsfaktoren die Entwicklung der Kinder positiv beeinflussen. Vor allem ist es eine hochdosierte Einnahme von Vitamin B6 und Magnesium. Andere Faktoren wie glutenhaltige und caseinhaltige Lebensmittel wirken negativ. Leider gibt es keine Beweise, dass eine Diät allen Kindern eindeutig hilft. Das wundert jedoch nicht, weil die Erkrankung Autismus verschiedene Ursachen haben kann. Dennoch können Eltern an ihrem Kind sehen, ob und welche Diät sein Verhalten und seine Fähigkeiten verbessert. Außerdem: Bei Infektionen mit dem Candida-Pilz, auf die das Kind geprüft werden sollte, helfen zielgerichtete Medikamente gegen die Candida-Pilze in Kombination mit Stärkung der Darmflora und Vermeidung von raffinierten Zuckern (auf denen Candida wachen kann).

Die Übersicht von möglichen Diät-Therapien erhalten Sie auf Anfrage per Email.

 

Nicht nur Kalzium und Vitamin D gegen Osteoporose!    

Bis vor kurzem war die Basis der natürlichen Osteoporosetherapie die zusätzliche Einnahme von 1000-1500 mg Kalzium und 400-800 I.E. Vitamin D pro Tag. Die kombinierte Gabe beider Nährstoffe kann das Knochenbruchrisiko bei den Älteren wesentlich vermindern. Z.B. wurde das Risiko für den Schenkelhalsbruch bei den Frauen über 72 Jahre um 43 % und das Risiko für alle Brüche, die die Wirbelsäule nicht betreffen, um 32 % gesenkt, nachdem die Frauen täglich 1200 mg Kalzium und 20 mcg (800 I.E.) Vitamin D 18 Monate lang erhalten hatten (Chapuy et al., 1992, http://www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJM199212033272305).

Die Fortsetzung dieser Studie um weitere 18 Monate zeigte eine Abschwächung der Schutzwirkung aufgrund höherer Altersrisiken wie Sturzneigung: Nach Gesamtdauer der Studie von 36 Monaten war das Risiko für den Schenkelhalsbruch um 29 % und das Risiko für alle Brüche, die die Wirbelsäule nicht betreffen, um 24 % gesenkt (Chapuy et al., 1994,   http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2539939/pdf/bmj00437-0035.pdf).

Hervorzuheben ist auch, dass diese Studie trotz des hohen Alters der Patientinnen nach 18 Monaten Therapie eine Erhöhung der Knochendichte von Oberschenkelhals um 2,7 % zeigte. In der Gruppe ohne Therapie betrug eine Abnahme der Knochendichte um 4,6 %.

Eine weitere Studie zeigte ein um ca. 70 % erhöhtes Knochenbruchrisiko bei Patientinnen im Alter über 71 Jahre, die keine Nahrungsergänzung mit 1200 mg Kalzium und 20 mcg (800 I.E.) Vitamin D pro Tag erhielten, im Vergleich zu Patientinnen mit dieser Therapie nach 2 Jahren Beobachtung ( http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11991447).

Eine länger anhaltende Knochenschutzwirkung wird erreicht, wenn statt der hohen Einmaldosis Kalzium und Vitamin D eine halbe Dosis zwei Mal am Tag genommen wird (Reginster JY, 2001, ( http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11293926). Die Schutzwirkung erfolgt über die dauerhafte Senkung des Spiegels von Parathormon durch Kalzium. Die Erhöhung des Kalziumspiegels im Blut erfolgt nicht.

Eine klare Übersicht über die Osteoporose und deren Behandlungsmöglichkeiten finden sie hier:  http://www.osteoporose-dop.org/fileadmin/user_upload/Pll_2010.pdf  

Über Nebenwirkungen der Osteoporose-Medikamente wird hier berichtet:   http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3135835/pdf/223_2011_Article_9499.pdf  .

Hier ist deren Auflistung. Es muss beachtet werden, dass nicht alle Nebenwirkungen in gleichem Maße die aufgeführten Medikamente betreffen und viele von ihnen sehr selten sind bzw. nur bei hoher Dosierung auftreten. Lesen Sie im Einzelfall die Packungsbeilage. Über die Häufigkeiten der Nebenwirkungen informiert Sie der o.g. Artikel ebenfalls.

Für Bisphosphonate (z.B. Alendronat, Riesedronat, Ibandronat, Zoledronat) sind aufgeführt: Störungen des Magen-Darm-Traktes, Muskel- und Knochenschmerzen, Entzündungen, Fibrose von Arterien, ungewöhnliche Knochenbrüche, verzögerte Heilung von Knochenbrüchen, Nierenschädigung. Außer Riesedronat erhöhen Bisphosphonate in hoher Dosierung auch das Risiko für Osteonekrose (Absterben) von Kieferknochen (aufgrund der Hemmung von Immunzellen und der sich entwickelnden Infektion).

Für Denosumab: erhöhte Infektanfälligkeit (aufgrund der Hemmung von Lymphozytenrezeptoren zur Erkennung von Bakterien / Viren (RANKL-Rezeptoren), so dass die Erkennung nicht funktioniert), Harnwegsinfektionen, Ekzeme und Zellgewebsentzündungen (sehr selten, bevorzugt an vorgeschädigten Stellen in Beinen), Osteonekrose von Kieferknochen (an Krebspatienten bei hoher Dosierung beobachtet).

Für selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM, z.B. Raloxifen, Bazedoxifen) sind die möglichen Nebenwirkungen: Hitzewallungen, Beinkrämpfe, Venenthrombosen und Schlaganfall.

Für Strontiumranelat: Überempfindlichkeitsreaktionen, Venenthrombosen.

Für Teriparatid (Parathoron-Analogon): Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Übelkeit und Schwindel.

Denosumab und Teriparatid können in Einzelfällen Krebs auslösen – Studien zur Risikoabschätzung werden durchgeführt.

Nicht nur Kalzium festigt den Knochen. Die Knochenfestigkeit ist auch wesentlich von der Qualität der Kollagenvernetzung im Knochen abhängig. Kollagenfasern spielen eine ähnliche Rolle im Knochen wie die Stahldrähten im Stahlbeton – sie schaffen die Zieh- und Biegfestigkeit, ohne sie kann die Konstruktion nur den Druckbelastungen standhalten. Die Vernetzung der Faser erhöht die Stabilität, erfordert aber Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12. (Für die Kollagenfaserbildung selbst ist Eiweiß und Vitamin C nötig.) Im Alter fehlen oft die genannten Vitamine, was durch erhöhte Homocysteinspiegel begleitet wird und das Risiko für Osteoporose erhöht. Gleichzeitig wird das Risiko für Arteriosklerose, Demenz und M. Alzheimer erhöht.

Es wird vermutet, dass Homocystein (Stoffwechselzwischenprodukt, das sich beim Vitamin-B-Mangel anhäuft) die Knochenfestigkeit dadurch vermindern kann, dass es die Quervernetzungen der Kollagenfasern stört (McLean et al., 2004).

Erhöhte Homocysteinspiegel (ab 15 micromol/l) im Vergleich zu niedrigen Spiegeln (unter 9 micromol/l) im Alter von 65-67 Jahren steigern das Risiko einen Oberschenkelhalsbruch („Hüftenbruch“) innerhalb von den nächsten 12-13 Jahren zu erleiden um 2,42 Mal bei Frauen und um 1,37 Mal bei Männern. Das ergab eine Studie, die in den Jahren 1992-2005 an 4766 Personen durchgeführt wurde (Gjesdal CG et al., 2007, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17295607).

Eine andere Studie mit 1999 Personen im mittleren Alter von 70 Jahren, die in den Jahren 1979-1998 beobachtet wurden, hat gezeigt, dass erhöhte Homocysteinspiegel (ab 14-15 micromol/l) im Vergleich zu niedrigen Spiegeln (unter 9-10 micromol/l) das Risiko einen Oberschenkelhalsbruch innerhalb von den nächsten 12-15 Jahren zu erleiden bei Frauen um 1,92 Mal und bei Männern um 3,84 Mal erhöhen (McLean et al., 2004, http://www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJMoa032739).

Homocysteinspiegel lassen sich auf natürliche Weise durch Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 senken!

In einer zweijährigen kontrollierten klinischen Studie wurde nachgewiesen, dass das Risiko für Hüftenbrüche bei Hochrisikopatienten um 5 Mal reduziert werden kann! Die Teilnehmer waren 559 Patienten, die nach ischämischen Schlaganfällen halbseitengelähmt geblieben waren. Die Risikoreduktion wurde nicht durch die Einnahme von Kalzium und Vitamin D erreicht, sondern allein durch die hochdosierte Therapie mit täglich 5000 mcg Folsäure und 1500 mcg Vitamin B12 (Methylcobalamin). Trotz hoher Dosierung war die regelmäßige Einnahme gut verträglich. Die Homocysteinspiegel sanken in der therapierten Gruppe um 38 % und stiegen um 31 % in der Gruppe an, die diese Therapie nicht erhalten hatte (Sato et al., 2005,  http://jama.ama-assn.org/content/293/9/1082.full.pdf+html).

Das Ergebnis spricht dafür, dass die Senkung der Homocysteinspiegel und die resultierende Festigung der Kollagenfasern durch die Vitamine B eine nicht weniger wichtige Rolle als die Mineralisation von Knochen mit Kalzium spielen kann.

Wenn Sie zu diesem Thema weitere Informationen mit praktischen Empfehlungen (3 Textseiten) erhalten möchten, dann teilen Sie mir per Email mit – ich schicke Ihnen sie gern.

 

Omega-3-Fettsäuren verzögern Alterungsprozesse!  

Wie die neuesten Forschungsergebnisse von Prof. Gleichmann zeigen, wirken Omega-3-Fettsäuren der Verkürzung von Chromosomen entgegen und verzögern dadurch die Alterungsprozesse.

Die Alterung erfolgt im Wesentlichen durch den Verlust der genetischen Informationen, der bei den Zellteilungen [ fast ] unvermeidlich natürlicherweise passiert und durch Chromosomenverkürzungen bedingt ist. Die Ursache: Die Chromosomenenden werden bei den Zellteilungen nicht immer vollständig kopiert. Allerdings kann diese Verkürzung minimiert [ oder sogar vermieden ] werden, wenn das dagegen wirkende Enzym, die Telomerase, ausreichend aktiv ist. [ Die Telomerase kann theoretisch die Chromosomenenden so verlängern, dass bei der nächsten Kopie – trotz der „technisch bedingten“ Chromosomenverkürzung – die Ausgangslänge des Chromosoms erreicht wird. ] Leider ist die Telomerase häufig nicht aktiv genug, so dass mit der Zeit (nach vielen Zellteilungen) die an den Chromosomenenden liegenden Gene verloren gehen, wodurch das Risiko für altersbedingte Erkrankungen erhöht wird.

Die Verkürzung von Chromosomen wird außerdem durch Vitamin D, sowie allgemein durch eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und Vermeidung von starkem Übergewicht verlangsamt. Beschleunigt wird sie dagegen mit höherem Alter, bei körperlicher Inaktivität, bei Arteriosklerose, bei Bluthochdruck, bei Diabetes, bei Rauchern, bei Übergewicht, bei Herzinsuffizienz, bei Demenz, bei psychischem Stress, kindlicher Misshandlung, gestörtem Immunsystem und Leben ohne Partner und bei Umweltverschmutzung durch Abgase. Es wird angenommen, dass all diese Faktoren ihre Wirkungen über die Beeinflussung der Aktivität der Telomerase ausüben.

[Anmerkungen des Autors]

https://www.thieme-connect.com/DOI/DOI?10.1055/s-0031-1286363